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Die Bruchmühle bei Etzen-Gesäß (Gemarkung Bad König)

Bau-, Besitz- und Nutzungsgeschichte

Haasche Situationskarte um 1800

Die Bruchmühle liegt im Tal der Mümling zwischen dem heutigen Stadtteil Etzen-Gesäß und dem Kernort der Stadt Bad König. Gemarkungsmäßig gehört sie zu Bad König, obwohl sie räumlich unmittelbar an Etzen-Gesäß anschließt. Der Name der Mühle verweist auf ihre Lage im feuchten Auen- und Bruchgebiet der Mümling und ist topographisch begründet.1

Die Bruchmühle war aber weit mehr als nur eine Kulisse; sie war das Geburtshaus und der familiäre Stützpunkt von Johann Adam Grasmann, der unter dem Beinamen der „Lange Samel“ als Kopf der „echten“ Odenwälder Räuberbande berüchtigt war. Gemeinsam mit seinem Neffen Johann Adam Heusner, dem „Roten Hann-Adam“, formten sie eine kriminelle Vereinigung, die laut Gerichtsakten zwischen 1800 und 1810 für mindestens 41 schwere Raubüberfälle und Einbrüche in der Region verantwortlich war.

Kirchenbuch Bad König > Taufregister 1734-1807, Bild 57 (www.archion.de)
Taufregister der evang. Pfarrei Bad König: Johann Adam Graßmann, gebohren den 20ten May. Eltern sind: Johannes Graßmann, ein Catholik, der sich auf der Bruchmühle aufhält, u. Anna Barbara, dessen Ehefrau. Taufzeuge ist Johann Adam May, ein Krämer, so sich in Fürstengrund aufhält. Getaufet am 21ten May

Entstehung und Funktion

Eine urkundlich gesicherte Gründung der Bruchmühle ist nicht überliefert. Aufgrund