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Noch nicht verhaftete Räuber.

Nachtrag zu der aktenmäßigen Geschichte der Räuberbanden an den beiden Ufern des Mains, im Spessart und im Odenwalde. Enthaltend vorzüglich auch die Geschichte der weitern Verhaftung, Verurteilung und Hinrichtung der Mörder des Handelsmanns Jacob Rieder von Winterthur. Nebst einer neueren Sammlung und Verdollmetschung mehrerer Wörter aus der Jenischen oder Gauner-Sprache.

Inhalt

B. Noch nicht verhaftete Räuber.

a. Im ersten Theile schon Genannte.

Zu Nr. 1. S. 165. – Der Bub Philipp

Er hat noch zwei Geschwister:

  • 1. Gertraud, ungefähr 20 Jahre alt,
  • 2. Joh. Adam

alle drei Geschwister ziehen mit ihrer Mutter herum, welche etliche und 40 Jahre alt ist. –

Zu Nr. 2. S. 166. Anton Keil , jetzt Barthel Bartsch sich nennend.

Nach den von dem Herrn Regierungsrathe Pohl zu Langenselbold mitgetheilten Nachrichten und der Vergleichung des von demselben aufgenommmenen Signalements mit dem im ersten Theile Gegebenen, scheint es kaum einigem Zweifel unterworfen, dass ein Pursch, welcher von genanntem Herrn Regierungsrathe schon früher als verdächtig eingezogen und auf dem Schub nach Frankfurt gebracht worden war, dieser Anton Keil gewesen seie. Er nannte sich damals Anton Reuter, und gab vor, zu Rüden, im Herzogthum Westphalen, geboren zu sein, und wirklich sprach er auch im Sauerländer Dialecte. Er hatte seine angebliche Frau bei sich, welche sich Anna Maria Kohlhaus nannte, und angab: sie sei zu Frankfurt gebürtig und in erster Ehe an Andreas Gabriel Bartsch verheurathet gewesen. Er gab sich für einen Galanterie-Krämer aus, hatte aber keine Waaren bei sich. – Der Herr Regierungsrath Pohl beschäftigt sich damit, die Spur dieses gefährlichen Menschen wieder aufzusuchen und ihn der Gerechtigkeit zu überliefern. Möge es der unermüdeten Thätigkeit desselben gelingen, diesen Zweck zu erreichen!

Das Bemerkte liefert übrigens (wann es anders dessen noch bedarf) einen neuen Beweis von der Schädlichkeit des Schubsystems und von der dringenden Nothwendigkeit anderer Maßregeln. Nach Angabe des J. A. Heußner, S. 172 des Darmstädter Protocolls, hatte Anton Keil auch an dem vor einigen Jahren bei Dieburg an mehrern Juden, welche von einem Markte heimkehrten, verübten Straßenraub Antheil. Er nennt ihn zwar dort den tauben Anton; es ist aber keinem Zweifel untergeben, dass er selbst und nicht sein Vater dabei war.

Verzeichniß der ihm weiter zur Last liegenden Verbrechen:

Straßenräubereien:

7. Straßenraub bei Rimbach. No. ccx1x.

Einbrüche und Diebstähle:

3. Diebstahl zu Rimbach. No. ccxv1.

Zu Nr. 5. S. 67.  – Der rothe Christian

Einbrüche und Diebstähle:

8. Einbruch in das Brennsbacher Hüttchen. No. CCXXXVII.

Zu Nr. 4. S. 168. – Joh. Adam Treber

auch Lauck oder Wehner, vulgo kleiner, oder tauber Johann, auch Schnallenmacher, aus Schwärzelbach im Fuldischen. Seine erste Frau (oder Beischläferin) heißt Magdalena Burkertin, und befindet sich, nach eingekommener Benachrichtigung der Untersuchungs-Commission zu Würzburg, bei dem Königl. Wirtembergischen Amte Künzelsau in Untersuchung. – Mit derselben soll er einige Kinder gezeugt haben. Es soll auch eine Frau oder Beischläferin von ihm im Jahr 1808 an der Lustseuche gestorben sein.

Nach der Angabe des Johannes Knaut im Würzburger Prototolle vom 2ten März 1811 hat der kleine Johann mit dem Wurzeljörg und einigen Andern einen Diebstahl von Wollentuch zu Triefenstein verübt. – Nach der Fulder Liste soll sein wahrer Name wirklich Lauck und der Nahme Wehner der Name seines Stiefvaters sein.

Auch eine Tochter des Christian Abendländer, oder Oberländer, vulgo schwarzen Christel, Bettel-Christel, auch Löffelhannes (welcher ein dicker Mann, von etwas mehr als mittlerer Statur, in den fünfziger Jahren ist, schwarze Haare, dickes Gesicht und schwarzbraune Augen hat) Namens Mariane führte er einst mit sich als Frau umher. Diese ist 26 bis 27 Jahre alt, kurzer, etwas dicker Statur, glatten, bleichen, schönen Angesichts, hat graue Augen, eine etwas längliche Nase und dunkelbraune Haare. – Eine ledige Schwester von ihr zog zuweilen auch mit Beiden umher.

Im Jahre 1804 war er zu Mittelsinn im Arreste und gab an, seine Frau seie zu Künzelsau im Hohenlohischen gebürtig; in Biswangen bei Heilbronn sei er mit ihr copulirt. Zur Zeit seines Arrestes zu Weihers 18o7 nannte sich die mit ihm verhaftete Frau Anna Maria Bernhard, aus Obererlenbach. –

Im Februar 1808 entwich Treber aus dem Arreste zu Weihers. Caroline Höhnin war seine letzte hier bekannte Zuhälterin. Im Jahre 18o2 oder 18o3 hat seine damalige Beischläferin ihre erste Niederkunft bei Christoph Treber zu Elm gehabt. Nach der Angabe des Veit Krämer war er mit bei dem Schaafdiebstahl bei dem Schopperhofe und dem Mord auf diesem Hofe. Siehe den Nachtrag zu Nr. 17 und S. 177 zu Leonhards Conrad. Nach Angabe des Hölzerlips saß er auch schon einigemale zu Aschaffenburg, und wurde zuletzt von da vor 7 bis 8 Jahren an das Kaiserl. Oestreichische Militair nebst der mit ihm copulirten Mariana Oberländerin abgegeben. Man hatte gestohlene Krämerwaaren bei ihm gefunden. – Auch zu Friedberg und Darmstadt war er, an erstem Orte wegen einem zu Ketteruf bei Franz Ochs verübten Zinndiebstahl, verhaftet, und entwich an beiden Orten.

In dem Odenwalde ist er vorzüglich unter dem Namen: der Hingener Schnallenmacher, oder Schnallenmacher-Hannadam bekannt. Auch eine Schwester des Ueberklug, Namens Margaretha, war eine Zeitlang seine Beischläferin. Nach Angabe des I. A. Heußner (S. 774 des Darmstädter Protocolls) hat der kleine Johann mit dem stumpfärmigen Hannes und dessen Tochtermann dem schwarzen Conrad im Jahr 18o5 zu Fuld einem Krämer die Waaren geholt. Der stumpfärmige Hannes scheint der unterm 26ten July 1811 zu Marburg hingerichtete Johann Keller, vulgo Stumpfarm gewesen zu sein, von welchem noch 4 Söhne und 2 Töchter umherziehen.

Doch ist nicht bekannt, dass dieser einen Tochtermann Namens Conrad gehabt habe; so wie auch weder von Linhards Conrad noch von Conrad Eckstein konstirt, dass sie mit einer Tochter desselben zuhielten. Nach weiterer Angabe des J.A.Heußner (S.776.) hat derselbe im Herbste 18o2 mit beiden Genannten und dem Mahnenjörg auch einem Krämer in einem Dorfe bei Aschaffenburg die Waaren gestohlen. Nach fernerer Angabe desselben (S. 616 und 617) hat der kleine Johann mit dem Ueberrheiner Wilhelm und den beiden Tanzstöffel auch auf dem Jägerhause bei Dummersfeld einen gewaltsamen Einbruch verübt, den Jäger, dessen Frau und Magd gebunden und beraubt. Dem Jäger nahmen sie unter andern seine zwei Doppelflinten, welche der Ueberrheiner Wilhelm nachher einem Jäger in Erbstatt verkaufte. Auch zu Büdingen war der kleine Johann schon einmal verhaftet.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen.

Straßenräubereien:

  • 17. Straßenraub bei Usenborn. No. C1V.
  • 18. Straßenraub zwischen Oberrad und Heusenstamm. N. CLXXII.
  • 19. – – Bügermich, Külbich c. No. CLXXVIII.

Einbrüche und Diebstähle

  • 9. Einbruch zu Bofsheim. No. CCIII.
  • 10. – zu Lohr… No. CCXIV.
  • 11. Diebstahl zu Laudenbach. No. CCXLV. CCXLVI.
  • 12. – zu Langen. No. CCXLVII.

Zu Nr. 5. S. 169. – Georg Horn , vulgo Wurzeljörg

Er ist von Höchberg im Würzburgischen gebürtig. Er war wegen mehreren Verbrechen, besonders aber wegen eines qualificirten Straßenraubs in Aschaffenburg zu einer lebenslanglänglichen Schanzarbeit und Anschmiedung an den Karrn verurteilt; – entwich aber und kam trotz der auszeichnenden Schanzkleidung, – von welcher sich so manche Eiferer für die öffentliche Sicherheit so vieles versprechen, – glücklich durch.

Er kommt unter den Kochemern auch unter dem Namen Meesbastel vor.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen.

Einbrüche und Diebstähle:

  • 4. Einbruch zu Unterwirbelbach. No. CLXIX. V
  • 5. Plünderung eines Frachtwagens bei Eichenbühl. No. CCXLIV.
  • 6. Diebstahl zu Laudenbach. No. CCXLVI.
  • 5. Diebstahl zu Langen. No. CCXLVII.
  • 4. – aus der Schäferhütte bei Werthheim. No. CCLVIII,
  • 5. – in einem Dorfe bei Werthheim. No. CCLIX.

Zu Nr. 6. S. 169. – Der krumme Hannfriedel

Nach näher berichtigter Angabe hatte nicht er, sondern der kleine Johann an dem Raub bei Usenborn Theil. – Er ist, wie schon bemerkt wurde, ein Bruder des Joachim Koch und heißt also wahrscheinlich mit dem Zunamen ebenfalls Koch.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen.

Straßenräubereien

  • 10. Straßenraubzwischen Oberrad und Heisenstamm. No. CLXXII.
  • 11. – – zwischen Bügermich, Külbich c. No. CLXXVIII.
  • 12. – (versuchter) bei Mergentheim. No. CLXXIX.

Einbrüche und Diebstähle:

1. Einbruch in Lohr. No. CCXIV.

Zu Nr. 7. S. 170. – Johann Adam Weis, vulgo Scheerenschleifers Hannadam oder das kleine Jüdchen.

Er ist zu Altdo, bei Landau gebürtig. Er saß auch einst unter dem Namen Balthasar Klein von Neulußheim zu Darmstadt im Stockhause. – Eine Concubine von ihm sitzt dermal noch im  Correctionshause zu Darmstadt. Sie nennt ihn: Johann Borger. Sein Vater, Johann Weis, vulgo der alte Scheerenschleifers Hannes, ein alter berüchtigter Gauner, hat eine Frau und zwei Kinder bei sich, welche seiner Tochter sind, die zu Willfort, auf 16 Jahre, sitzt. Er ist ein Pfannenflicker und Scheerenschleifer, nahe an oder in die 60 Jahre alt, klein von Statur, hat braune Augenschwarzgraue Haare und Backenbart, ein rundes Gesicht, dicke Nase, großen Mund mit aufgeworfenen Lippen und rundes Kinn. Er trägt gewöhnlich einen hechtgrauen Rock, gestreiftes Gilet, hirschlederne Hosen, Schuhe und einen runden Hut.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen

Straßenräubereien

  • 4. Straßenraub auf der langen Meile. No. XLVII.
  • 5. Raub zu Altenhofen. No. CLXXIII.
  • 6. Straßenraub zwischen Hohengründu. Gellnhausen. N.CLXXXI.
  • 7. Versuchte Beraubung zu Ekederode. No. CLXXXIII.

Einbrüche und Diebstähle

  • 6. Einbruch zu Langendiebach. No. CLXXXIX.
  • 7. – auf der Mühle zwischen Amorbach und Miltenberg. No. CCXXXII.
  • 8. – (versuchter) zu Haarheim. No. CCXXXIII.
  • 9. – Schweindiebstahl zn Uerberach. No. CCXXXIV.

NB. Der ihm S. 171. des 1ten Theils unter Nr. 5 zu Last gesetzte Einbruch zu Grünwiesbach scheint der unter No. CLIV. vorkommende Raub zu Grävenwiesbach (welches anfänglich von den Räubern Grünwiesbach genannt wurde; ) zu sein, woran er, nach neuern Angaben, keinen Theil hatte.

Zu Nr. 8. S. 171. Georg Fehn (nicht Frehn), vulgo dicker oder krummer Jörg

Er ist (nach der Fulder Liste) aus Wiesenfeld oder Hausen gebürtig und seit 13 bis 14 Jahren verheiratet. Seine Frau heißt Anna Maria Käsin (nach andern Angaben Greulin) und ist von Kälsheim (nach Andern: von Hardheim) gebürtig. Schon im Jahre 1802 hatte er drei Kinder. Er wird in der Fulder Liste auch Georg Fuhr genannt. Er war vor mehreren Jahren Feldschütz zu Breitenbrunn, dann Ochsenhirt zu Hasselberg im Werthheimischen, späterhin Schweinhirt zu Eschau, vulgo Eschig bei Mönchsberg, dann wieder zwei Jahre lang Feldschütz zu A.spach im Amte Rothenfels. – Hier verließ er seine Frau, zog mit der Ehefrau des Hirten zu Waldzell, der nachherigen Hirtin auf der Auraer Ziegelhütte, Dorothea Ostertagin, gebornen Fleck, umher und verübte mit dem Geißenlips mehrere Diebstähle. – Im Jahre 1803 wurde er mit der Dorothea Ostertagin bei dem Amt Rothenfels zu Arrest gebracht und zu dreijähriger Arbeitshausstrafe verurteilt; entwich aber am 25. April 18o4 aus dem Arbeitshause zu Würzburg. Nach dieser seiner Flucht hielt er sich wieder eine Zeitlang bei seiner Frau auf, war indessen Hirt zu Schollbrunn und zu Neubuch oder Mallebuch; wanderte aber bald nachher mit einer gewissen Elisabeth, der Tochter eines Taubholzmachers und Thormanns zu Freudenberg, der Schwägerin des dicken Hannadam, umher, wurde im Februar 18o5 zu Werthheim arretirt und an das Würzburgische Landgericht Homburg abgeliefert. Aus der gegen ihn damals geführten Untersuchung hat sich ergeben, dass er ein Mitglied der Räuberbande war, welche zu jener Zeit im Maingrunde, im Spessart und Odenwalde ihr Wesen trieb. Er wurde zu einer sechsjährigen Zuchthausstrafe und nachherigen Detention im Arbeitshause verurteilt. Am 8ten Mai 18o6 brach er, mit mehreren Gefangenen, aus dem Zuchthause zu Würzburg schon wieder los. Im Herbste dieses Jahrs war er mit dem Wurzeljörg auf der Roßmühle im Patrimonialamte Zeitlofs und nahm Theil an dem Einbruch und Diebstahl zu Bonnland (1ter Theil S. 94.).

Später zog er mit einer Frau von Grünenmorschbach bei Aschaffenburg umher. Diese wurde ihm, jedoch später, auf dem neuen Wirtshause bei Hanau, wo er sich eben mit mehreren Kameraden, worunter auch der große Johann war, aufhielt, durch ihren Ehemann wieder abgenommen. Dagegen jagte er vor 4 bis 5 Jahren in der Mittelmühle, Amts Zeitlofs, nach vorangegangener Schlägerei, dem dicken Buben seine Konkubine ab. Diese heißt Anna Maria (soll im Odenwalde noch mehrere verheiratete Schwestern haben) ist 36 bis 37 Jahre alt, hat ein glattes, schwärzliches Gesicht, rothe Wangen, schwarze Haare und ist dick und klein von Statur. Sie raucht stark Tabak und gibt sich für eine Zigeunerin aus, wahrscheinlich weil ihr erster Mann ein Zigeuner war, von welchem sie auch ein Kind von ganz schwarzer Gesichtsfarbe hat, welches Kathrinchen heißt und 11 bis 12 Jahre alt ist. – Späterhin zog diese Anna Maria mit einem Musikanten aus Mazenberg, auf dem linken Rheinufer, umher. Sie wurde mit diesem zu Arrest und in das Zuchthaus nach Marienschloß in der Wetterau gebracht, aus welchem sie aber mit der Sohnsfrau des Christian Abendländer oder Oberländer, vulgo schwarzer Christel oder Bettel-Christel auch Löffelhannes zu Giesen verhaftet (des Schwiegervaters des kleinen Johann) entwischte und einige Zeit mit einem Korbmacher aus Grausenbach oder Wintersbach, Namens Conrad (vielleicht Mahne – Conrad, Conrad Werner ? ) umherwanderte.

Dieser verließ sie jedoch wieder, angeblich aus Gewissens- Unruhe, weil sein und ihr Vater Brüder waren. Im Dec. 18o8 hatte der dicke Jörg einen schönen Schimmel, welcher zwei Packkästen trug, bei sich und handelte mit Bändern, Tüchern und vielleicht auch mit kurzen Waaren. – Nach der Angabe des J. A. Heußner hat der dicke Jörg einem sichern Kabel zu Hainstatt sein Pferd, einen Falben, entwendet und dasselbe in Heußners Gegenwart zu Ramsthal bei Saalmünster um 2% oder 5% Carolin verkauft. Er hatte damals auch eine halbe Stunde ober Schlüchtern Wagenräder gestohlen und sich bei dem Wagner zu Niederzell ein Wagengestell dazu bestellt, indem er Willens war, nach Rußland zu ziehen. Der Bauer, welchem die Räder gestohlen waren, kam aber auf die Spur und selbst nach Niederzell; – da entfloh Jörg mit dem Falben.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen.

Straßenräubereien:

4. Straßenraub zwischen Hanau u. Niederrodenbach. N.CCXXIV.

Zu Nr. 9. S. 72. – Martin Sußmann, eigentlich Martin Kneuf von Balbach bei Mergentheim

Nach der Aussage seiner von dem Amte Bischoffsheim eingefangenen und von der hochfürstlich Leiningischen Justizkanzlei zu 6monatlicher Zuchthausstrafe verUrteilten Ehefrau oder Concubine Barbara Eisenhauerin vom Birkenfelder Hofe, deren Schwester Anna Maria, verehelichte Ofnerin, in Eubigheim wohnt, ist der Name Sußmann ein bloßer Spitzname. Martin Kneufs Vater, welcher in Balbach Buchbinder, dann in Eubigheim Schweinhirte war, pflegte in diesem letztgedachten Ehrenamte die ihm anvertraute Heerde mit dem Rufe „Sus! Sus!“ (vielleicht hat ihm sein früherer Stand als Buchbinder dieses lateinische Wörtchen verrathen) zu locken; – darum nannten ihn die einfältigen, deutschen Bauern den Sus-Mann; – und dieser Unnahme ging so unverdient, wie er ihm zu Theil ward, auch auf seinen Sohn über; wie das schon so oft auch mit Andern als mit Spitznamen geschehen ist.

Zu Nr. 10. S. 175. – Der kropfhalsige Jacob, oder Schnurchler

Seine Frau oder Concubine unter dem Namen Legarde bekannt, heißt Margarethe Legarde Rosine Bayer und ist dermal zu Mergentheim verhaftet. Ihr Vater hieß Jacob Bayer. Sie zog früher mit einem pfälzischen Soldaten Namens Johann Georg Schießler und dann mit dem von Peter Eichler todt geschlagenen Angelthurmer Martin als Concubine herum. – Sie hat an dem im July 1809 zu Windischbuch verübten Diebstahl (nach den Mittheilungen des Königl. Wirtembergischen Criminalgerichts für die Landvogtei an der Jart thätigen Antheil genommen.

Der Schnurchler, oder Schnärchler selbst heißt Joseph Jacob Eberle und ist den 8ten März 1785 zu Groß-Aspach im Königlich Wirtembergischen Oberamte Baknang gebohren. Sein Vater war Johann Georg Eberle, ein Freimann von Dornheim gebürtig; seine Mutter hieß Margaretha Susanna. Seine Pathen waren: Jacob Suffel, ein herumziehender Zainenmacher, und Joseph Schönemann, ein Bücherbeschläger. Eine saubere Gevatterschaft!

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen

Einbrüche und Diebstähle:

4. Einbruch zu Wachbach. No. CLXIII.

Zu Nr. 11. S. 174. – Johannes Vogt, vulgo Porzellanhannes

Nach J. A. Heußners Angabe (S. 58o des Darmstädter Protocolls) hat er einmal, wie Heußner glaubt, mit dem kleinen Jörg, in der Gegend von Giesen, einen Geldwagen, welcher alle Woche oder Monat fuhr, und von Husaren oder Dragonern begleitet wurde, angegriffen und beraubt.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen.

Räubereien

4. Attentierter gewaltsamer Einbruch und Raub zu Grävenwiesbach. No. CLIV.

Einbrüche und Diebstähle

4. Versuchter Einbruch im Weilburgischen. No. CLXXVII.

Zu Nr. 16. S. 177. – Der kleine Joseph, eigentlich Joseph Weber, vulgo Krugjoseph.

Signalement

Er ist 31 bis 32 Jahre alt, zu Grebert bei Schwalbach geboren, ungefähr 5 Schuhe 4 Zolle hoch, hat ein längliches, glattes, bleiches Angesicht, rundgeschnittenes braunes, nach andern mehr blondes Haar, bräunliche Augen. Seine Oberlippe ist dick und hervorstehend, seine Nase breit, doch etwas zugespitzt, sein Mund groß, sein Kinn breit und hervorstehend mit schwachem Barte. Doch soll er vordem einen starken Backenbart getragen haben. Er ist ein Hessischer Deserteur und spricht wie etwa ein Hessischer Unteroffizier, zieht die Worte und besinnt sich bei jedem, welches er ausspricht. Er hat einen geraden, soldatenmäßigen Gang. Er wird auch der Nauenheimer Joseph genannt. Seine Mutter soll noch in Nauenheim wohnen.

Nach der Angabe seiner in Giesen verhafteten Beischläferin Catharina Pfeiffer von Langenhain, einer Stiefschwester des Heinrich Pfeiffer, welche unter dem Namen große Kathrine vorkommt, und vorher Maitresse des Schinderhannes, und dann Konkubine des J. A. Steininger war, hat er sich zu Gundelsheim unter das Kaiserl. Österreichische Militär anwerben lassen; und wurde nach Königsgräz gebracht und dem Regiment von Riese zugeteilt. Nach ihrer weitern Angabe soll er nachher in Ulm desertiert sein und ihr geschrieben haben, dass er wahrscheinlich bald wieder in die Rheingegenden kommen werde. Die Catharine Pfeiffer ist zu Giesen verhaftet. Sie hat drei Schwestern: 1. die alte Cathrine; 2. Hannmartins Liese, nach Veit Krämers Angabe auch irgendwo verhaftet, und 3. Bienchen.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen.

Räubereien:

Nach Keil war er unter Schinderhannes

  • 1. bei dem Raubversuche zu Horweiler.
  • 2. Raub zu Staudenheim.
  • 3. – – – zu Obermoschel.
  • 4. – – – zu Erbesbüdesheim.
  • 5. – – – auf der Krazmühle.

Hier liegen ihm weiter zu Last:

  • 6. Straßenraub beim Eulenbacher Hofe. No. CLVI.
  • 7. – zwischen Weinheim und Großsachsen. N. CXCIII.
  • 8. – bei Rimbach. No, CCXIX.

Zu Nr. 17. S. 177. – Leonhards Conrad, vulgo der schwarze Conrad

Sein Vater ist Leonhard Geishardt, aus dem Vogelsberg gebürtig, vulgo der alte, auch der Grabfelder, Linhard, oder der alte Preuß, auch Zenner genannt. Auch dieser ist Räuber und Dieb und als solcher schon in der Maßfelder Liste nebst seinem obgenannten Sohne Conrad und dessen Brüdern Linhards Hannjörg und Nicolaus aufgeführt. Leonhard Geishardt hat gewöhnlich seine Frau bei sich, welche Hanne (angeblich geborene Fischer) heißt, an ihrem wackelnden Gange, an einem mangelhaften Fuße und an einer Narbe über die Nase (welche von einem Schnitt herrührt, welchen ihr einst der, im Amte Ullrichstein, von den beiden Vielmetter ermordete Valentin Börschner oder Bröchler, vulgo Hundsvalentin, mit einem Messer beibrachte) besonders kenntlich ist, und eine fertige Marktdiebin und Beutelschneiderin sein soll. Die Familie des alten Linhard kommt bei den Kochemern auch unter dem Collectiv-Namen: die Preußen-Leute, vor.

Der Alte gab vor, aus Gefräß im Bayreuthischen gebürtig zu sein; diese Angabe ist zwar falsch, er soll sich aber im Herbste 1810 zu Gefräß aufgehalten und von da in das ehedem Bambergische gezogen haben. Der alte Linhard hat noch zwei Brüder:

a. den dicken Andres oder Schleifers Andres, ein Schwager von Johann Nicolaus Appelius, vulgo Trautels Hannes und

b. den Kesselflicker Gaber, welcher im Maaßfelder Arreste sich Johann Scheller nannte. Dieser hat noch einen Stiefbruder Wilhelm Heinrich Burckhardt, vulgo langer Wilhelm, nebst seiner Frau

Catharina Elisabeth, zu Schleusingen verhaftet; welche beide Brüder, so wie der zuletzt gedachte Burckardt, in der Maaßfelder Liste, unter Anführung ihrer Verbrechen als Räuber bezeichnet sind. – – Eine Schwester der Frau des alten Linhard ist die Frau des Ferdinand Hartmann, vulgo großen Hannes aus Unteralbe im ehemals Fuldischen Amte Darmbach. – Eine andere Schwester derselben zieht mit Heinrich Kümpel von Andenhausen in vorgedachtem Amte gebürtig, vulgo Hörnerbieger oder Hey, herum. Auch diese Beide zieren die Maßfelder Liste. Die Hanne hat dem alten Leonhard einen Sohn Namens Johann Georg Fischer zugebracht, welcher mit dem Kümpel eine Zeitlang auf dem Gewerb des Hörnerbeugens herumzog, auch mit diesem im Jahr 1808 zu Lauterbach im Arrest saß. NB. Siehe das Weitere zu Nr. 32. bei Joh. Borgener. Leonhards oder Linhards Conrad ist verheirathet. Seine Frau heißt Rösel, Röse, eigentlich Therese und ist die Tochter eines vorzüglich in den ehedem Fuldischen Aemtern Brükenau und Hammelburg umherziehenden Steckenhändlers Namens Weingärtner, dessen Frau eine Schwester des zu Würzburg verhaftet gewesenen, nun zu. Fulda einliegenden Joh. Müller, vulgo scheelen Steckenmanns war. Im Jahre 1809 hatte er ein Kind.

Eine Schwester von ihm, Christiane, war Beischläferin des Joh. Siepe, des ältesten der sogenannten Schwammjungen. Siehe ad Nrn. 28 und 29 Friederich Holzapfel und Kammerdieners Hannjost. Eine andere Schwester von ihm, Anna Maria, welche sich Mariane Schmitt nannte, ist zu Cassel verhaftet. Ein Bruder des schwarzen Conrad, Namens Wilhelm, der sich Reinfeld nennt, ist zu Waldeck in Arrest. Ferdinand Hartmann, vulgo großer Hannes, war sein gewöhnlicher Gesellschafter.

Nach der Maßfelder Liste liegen ihm folgende weitere Vergehen zu Last:

Straßenräubereien

  • 1. Raub auf der Rangenmühle, Landgerichts Hofheim.
  • 2. Raub auf einer Mühle zwischen der großen und kleinen Neustadt im Würzburgischen.

Einbrüche und Diebstähle

  • 3. Im Schloß zu Völkershausen.
  • 4. Hammeldiebstahl bei dem Schultheisen Landgraf zu Willmars.
  • 5. In Oberwaldbehrungen.
  • 6. Jn Ofenbach.
  • 7. In Maßfeld beim Forstverwalter Grüneisen8. Hammeldiebstahl beim Schopperhof.

Mord

Diesen hat er, gelegenheitlich des letztgedachten Hammeldiebstahls an den ihn verfolgt habenden Menschen begangen. Nach Angabe des in der Maßfelder Liste auch bezeichneten Adam Mangold, vulgo Butternickels Hannadam oder kleiner Butternickel hat diesem Conrads eigner Bruder, Nicolaus, diese Tat erzählt.” Nach Veit Krämers Angabe waren der lange Johann (Fulder Liste Nr. 6.),

Johann Reipert und Johann Adam Lauck oder Treber bei diesem Mord auf dem Schopperhof zugegen.

Zu Nr. 19. S. 179. – Wetterauer Hanneschen

Er ist der unter Nr. 14 in der Fulder Liste signalisierte Johannes Heiland. Seine Zuhälterin, Maria Elisabeth, älteste Tochter des Jacob Heinrich Vielmetter, ist die Frau des in Giesen verhafteten Heinrich Brandau.

Zu Nr. 2o. S. 179. – Johann Reis, vulgo Haarbacher Hannes

Er heißt eigentlich Johannes Reit und ist aus dem Großherzoglich Hessischen Amte Grünberg in der Provinz Oberhessen gebürtig. Ihm liegt eine große Anzahl der von dem peinlichen Gerichte zu Gießen gegen die dort verhafteten Gauner eruirten und größtentheils konstatirten Verbrechen, deren Anzahl sich auf 700 bis 800 beläuft, zu Last. Siehe Aktenmäßige Nachrichten aus dem Leben der zu Giesen den 2. Juni 1812 hingerichteten Räubers Jonas Hoos.

Eine Beischläferin von ihm, Elisabeth Mahlerin von Winnerod, war zu Giesen verhaftet, ist aber bereits wieder entlassen. Er hat auch eine andere Concubine aus Gladenbach gebürtig mit sich geführt. Er ist schon mehrmals aus Gefängnissen gebrochen. – Nach Angabe des Hölzerlips hat er bei einem Schneider zu Niedereschbach, der jetzt Chaussee – Geld – Erheber ist, einen Einbruch verübt; -und mit dem Zinngießers Ludwig und noch einem Dritten einen Krämer bestohlen. Der Ort kann aber nicht benannt werden.

Zu Nr. 21. S. 180. – Langer Andres

Er ist, nach neuern Entdeckungen, der in den Fulder Signalements unter Nr. 26 vorkommende Andreas Frank, vulgo Lügen-Clora-Andreas oder Husarenjung; – ein Stiefbruder des zu Giesen verhafteten Heinrich Ritter, vulgo Hennerle oder kleiner Feldscherers-Jung.

Videatur was ad Nr. 29 und Seite 16o bei dem Hennerle weiter bemerkt steht.

Er war zu Fulda wegen einem Kirchendiebstahl verhaftet, welchen er zu Ullmich im Fuldischen mit dem kleinen Hennerle und dem Singmichels Hennerle, einem Sohne des zu Fuld verhafteten Joh. Michael Schmitt, vulgo Singmichel, verübt hat. – Er kommt in der Fulder Liste, nach diesseitigem Signalement noch einmal unter Nr. 231 unter dem Namen Lanzer (soll heissen: langer) Andres vor.

Sein in Giesen sitzender Bruder, Joh. Adam Frank, wird auch der tolle Hannadam oder Schwubger (Spieler) genannt. Sein Vater war der verstorbene Husar Frank, daher sein Beinahme Husaren – Jung; seine Mutter hieß mit dem Vornamen Clara, und hatte, ihrer häufigen Lügen wegen, den Beinamen Lügen-Clara, Lügen-Clore erhalten, daher sein Beinamen Clore- oder Lügen-Clore- Andres. Der Name langer Andres ist ihm von den Wetterauer und Odenwälder Räubern beigelegt worden. Er hat auch in der großherzogl. Darmstädtischen Provinz Oberhessen bedeutende Verbrechen verübt. Siehe das Ausschreiben des Herrn Hofgerichtsrathes Grolman zu Gießen in Nr. 4o u. 41 der allgemeinen Justizund Polizei-Blätter für 1812. Er wird unter den Kochemern auch Leyermanns Greth genannt, weil er bei guter Laune öfters ein Lied zu singen pflegt, welches mit den Worten beginnt: “Mein Vater ist ein Leyermann”.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen.

Einbrüche und Diebstähle:

1. Einbruch in die Mühle zwischen Amorbach und Miltenberg. No. CCXXXII.

Zu Nr. 23. S. 182. – Des Michels Hannes, oder das Musikanten-Hanneschen, auch Spielhannes oder Spielhanneschen.

Er heißt Johannes Lehn. Sein Vater ist Michael Lehn. Ein Bruder seines Vaters, Franz Lehn, saß mit seiner Frau und zwei Söhnen, Johann Balthasar und Johann Valentin vulgo Velten, zu Fuld, von wo sie an das Amt Herbstein abgeliefert wurden. Ein dritter Sohn von demselben, auch Johannes Lehn, sitzt zu Gießen. Zwei weitere Söhne von demselben, Johannes, vulgo Franzenjung und Andres, sitzen im Stockhause zu Fulda- Ein anderer Bruder seines Vaters, Andreas Lehn, sitzt mit seiner Frau und zwei Söhnen, Michael und Johann Heinrich zu Giesen. Von Michael Lehn sind noch zwei Brüder  vorhanden, wovon der eine, Hannes Lehn, bei Walldürn Hirt ist und keine Kinder hat; der andere, ebenfalls Hanns Lehn, macht beinerne Knöpfe und zieht im Sauerlande umher. Er hat zwei Mädchen, wovon die eine verheurathet ist und die andere übel hört. – Michael Lehn hat 7 Kinder:

  • a. den obgedachten Johannes,
  • b. Elisabeth (ist gestorben),
  • c. Anna Maria, 24 Jahr alt, v
  • d. Heinrich, 22 Jahre alt,
  • e. Andreas, 19 Jahre alt,
  • f. Balzer, 17-18 Jahre alt,
  • g. Hannbast, 11 Jahre alt.

Die drei Brüder, Michael, Franz und Andreas Lehn, mit ihren respectablen Sprößlingen bildeten die sogenannte Lohmüllers-Bande, welche aus dem Würzburgischen abstammt, dort aber vertrieben und ihre Mühle abgebrannt worden sein soll. Vor einigen Jahren hat sich diese Bande im Vogelsberg aufgehalten. Späterhin haben sich die Mitglieder derselben mehr einzeln gehalten. Zwischen Landenhausen und Stockhausen im Walde bei einer Eiche und einem Brunnen hatte vor mehreren Jahren diese Bande mit andern Spitzbuben ihre Zusammenkünfte. Vergl. die Fulder Liste.

Diese einzige Familie liefert ein auffallendes Beispiel: welche Propagande der Gauner zu erwarten stehe, wann keine andern Mittel vorgekehrt werden. Die Frau oder Zuhälterin des Musssikanten – Hannes heißt Anna Margaretha Reisin, und ist eine Schwester der Mutter des Veit Krähmer, Elisabeth Reisin aus Ramsthal vulgo Ronsbell im Fuldischen. An dem von ihm bei dem Leistenmer Hofe (nach dem ersten Theile) an zwei Schuhmachern aus dem Vogelsberg verübten Straßenraub hatten Johann Adam Steininger und Heinrich Ritter Theil. Der alte Michael Lehn soll jetzt bei Lohr in Sendelbach oder Sakenbach Hirt sein und mit seinen übrigen Kindern dort wohnen.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen,

Räubereien

  • 2. Attentierter gewaltsamer Einbruch und Raub zu Grävenwiesbach. No. cLIv. –
  • 3. Straßenraub bei Kerbestadt. No. CLXX.
  • 4. – – bei Oberrode. No. CXCIV.
  • 5. Versuchter Raub zu Eckardtrode: No. CLXXXIII.

Einbrüche und Diebstähle

  • 1. Versuchter Einbruch zu Hornbach. No. CLXXXV.
  • 2. Einbruch zu Beerfelden. No. CLXXXVII.
  • 5. u. 4. Nach den Fulder Signalements Nr. 15. hat er mit Heinrich Pfeiffer zwei Diebstähle zu Stockhausen verübt.
  • 5. Einbruch auf einer Hammerschmiede. No. CCXLVIII.

Zu Nr. 24. S. 182. – Heinrich Mohr vulgo Hessen – Heinrich

Sein wahrer Zuname ist Festweber. Er war zu Worms ausgebrochen und wurde zu Mainz in Contumaciam zu 16jähriger Eisenstrafe verurteilt. Er wurde in seinem eigentlichen Vaterlande, zu Marburg, verhaftet, und da bald hernach seine frühere Entweichung von Worms und Verurteilung in Mainz bekannt wurde, an diesen letzten Ort abgeliefert. – Er war früher auch unter dem Namen Geisenhannes bei den Kochemern bekannt, und wurde in ihrer Sprache Schawitten-Heegel, d. i. Geisen- Narr, genannt. – Seine letzte Zuhälterin war Sabine Weis, Schwester des Joh. Adam Weis, vulgo Scheerenschleifers Hannadam, oder kleines Jüdchen, Tochter des alten Scheerenschleifers Hannes, Schwester der letzten von Heidelberg nach Mainz ausgelieferten Zuhälterin des Hölzerlips, Catharina Weis.

Nebst ihm waren der Porzellanhannes und dessen Sohn Wilhelm, dann Johann Adam Weis, jenseits Rheins verhaftet, mit welchen er zugleich entfloh.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen.

Räubereien

  • 4. Versuchter Straßenraub bei Lich. No. CLXXVII.
  • 5. Straßenraub bei Hanau. No. CLXXXII.
  • 6. Versuchter Raub in Ekederode. No. CLXXXIII.
  • 7. – – – zwischen Karbach und Lorbig. No. CCXIII.
  • 8. Straßenraub zwischen Buzbach und Wezlar. No. CLXXI.

Einbrüche und Diebstähle

  • 3. Versuchter Einbruch im Weilburgischen. No. CLXXVI.
  • 4. Einbruch zu Gedern. No. CXCVI.
  • 5. – – zu Langenbertheim. No. CXLVII.
  • 6. – – allda auf der Mühle. No. CXLVIII.

Zu Nr. 25. S. 185. – Johann Schmitt vulgo Hippel, sonst auch Schorsch (Georg)

angeblich aus Oestreich. Er ist allen Umständen nach der inzwischen wegen Verfälschung mehrerer Pässe und Urkunden zu Mergentheim in Arrest gekommene Matheus Rottweiler von Assen oder Assenheim bei Donaueschingen.

Er giebt sich bald für einen Bettelstudenten, bald für einen Maler, bald für einen Buchbinder aus, bald wieder für einen Feldmeister oder östreichischen Deserteur unter dem Namen Johann Schmitt oder Johannes Biedermann aus St. Pölten in Oestreich, und hat als solcher Pässe von Elßum in Oestreich datirt. Er setzt mit Betteleien besonders die Geistlichkeit in Contribution, indem er eine angebliche Schußwunde im Oberarm vorzeigt, welche er sich selbst aufgezogen hat und sorgfältig offen erhält. Er war im April und Mai 811 bei dem Amte Pfullendorf wegen Betrug und Vagantenleben verhaftet, wußte sich aber wieder auf freien Fuß zu setzen. Nach seiner eigenen, dem Andreas Petry gemachten Erzählung, saß er schon einmal zwei Jahre in einem königlich wirtembergischen Zuchthause. Seine Zuhälterin, Maria Ida Eisenhuthin vulgo die Rothe, ist ungefähr 3o Jahre alt und aus Oestreich gebürtig. Sie hat rothe Haare.

Er wird von Andreas Petry (Vol. Act. 7.S 63) noch eines bedeutenden Kramdiebstahls beschuldigt, welchen er mit dem verstorbenen Hannmartin und zwei Unbekannten im Bauland vor 6 – 8 Jahren verübt haben solle.

Zu Nr. 26. S. 184. – Joachim, des krummen Hannfriedels Bruder

Er ist der in der Fulder Liste unter Nr. 106 vorkommende Joachim Koch vulgo dürrer Joachim. Seine Frau Elisabeth sitzt mit ihren 4 Kindern im Zwangsarbeitshause zu Fulda. Des Porzellanhannes Tochter, Greth, hatte er auch einmal als Zuhälterin, von ihm ging sie an Zinngießers Ludwig und von dem an Martin Rupprecht über. Von Joachim hat sie einen Knaben.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen.

Räubereien:

2. Raub in Altenhofen. No. CLXXXIII.

Zu Nr. 27. S. 185. – Andreas Fischer, Schwager des Hessen-Martin

Er wird auch Lumpen-Andres genannt und soll sich dermal wahrscheinlich im Nassauischen aufhalten. Er ist durch die Aussagen des am 6. April 1812 zu Marburg hingerichteten Barthel, und durch dessen, wenige Tage vor seinem Tode, abgelegte Geständnisse (welche jedoch hieher nicht mitgetheilt wurden) von Neuem mehrerer sehr schweren, in der Gegend von Gießen verübten, Verbrechen bezüchtiget. – Im ersten Theile dieser Geschichte ist aus Versehen der Straßenraub bei Vilbel (Nr. 56. S. 85.) nicht in die Reihe der ihm zu Last liegenden Verbrechen aufgenommen worden; übrigens aber ist doch im Register darauf verwiesen. – Er wurde im Anfang des July 1812 durch die königlich westphälische Gensdarmerie arretirt und ist dermal in Marburg verhaftet.

Zu Nr. 28 u. 29. S. 185 u. 136. Friedrich Holzapfel, vulgo krummer oder lahmer Hannjost.

und Kammerdieners Hannjost, dessen Schwager

Der Procureur generale bei dem Tribunale zu Marburg, Freiherr von Hannstein, glaubte, in einem dort einsitzenden Verbrecher den Letzten der beiden Vorgenannten zu erkennen. Er war unter dem Namen Christian Baumgarten arretirt worden; – es wurde aber bald entdeckt, dass er der jüngste der sogenannten Kammerjägers Jungen, Johannes Siepel seie dessen Schwager Weidemann ebenfalls zu Marburg verhaftet ist. Die ganze Familie Siepels stammt aus dem Werra-Departement her, hat sich aber auch viel im Fuldischen, in der Wetterau und in der Gegend von Frankfurt aufgehalten. Er hat noch 3 Brüder und 5 Schwestern, von welchen die Älteste, Anne Cathrine, 41 Jahre alt, die Ehefrau des lahmen Hanjost ist. – Durch nähere Vernehmung des Veit Krämers und Mannefriedrichs ergab sich, dass die Vermuthung des Freiherrn von Hannstein gegründet war; dass Holzapfel mit dem Vornamen nicht Friedrich, sondern Johann Justus, und dessen Schwager nicht Kammerdieners – Hannjost, sondern Kammerdieners oder Kammerjägers Hannes unter den Kochemern genannt werde. –

Nach eben dieser näheren Berichtigung hat sich auch weiter ergeben, dass die dem Kammerdieners Hannjost zugeschriebenen Straßenräubereien

a. zwischen Rommelshausen und dem Pfaffenhofe,

b. im Altenkronauerwalde, nicht von diesem, wie sich wegen Erstem durch Vergleichung mit Nr. 80. S. 1o5. der aktenmäßigen Geschichte c. schon von selbst ergiebt, sondern von dem Joh. Justus Holzapfel mit verübt wurden, und dass bei diesem letzten

  • Johann Adam Heußner,
  • Johann Treber,
  • Martin Rupprecht,
  • der krumme Hannfriedel und dessen Bruder Jacob

zugegen gewesen seien. Jeder von den 6 Teilhabern soll für seinen Antheil an diesem Raube 1oo Tater erhalten haben. Der jetzt in Cassel verhaftete alte Kammerjäger, Vater resp. Schwiegervater der beiden Vorgedachten, heißt Johann Sippel öder Stepel. Seine Frau nennt sich Anna Maria Weis und ist die Schwester des sogenannten roten Joseph, der sich zu Waldeck bald —– 251 / 408 —– 247 – , Friedrich Braun, bald Schminke nannte. Seine Kinder, wovon die männlichen unter dem Collectiv-Namen Schwammjungen oder Zunderjungen vorkommen, sind folgende:

Johannes Siepel, der Ältere

59-40 Jahre alt, 5 Schuh 8 Zoll groß, hat rothes Haar, geht gut gekleidet, und giebt sich für einen Kammerjäger aus. Seine Frau heißt Gertraud, und wohnt zu Neustädels bei Gerstungen im Eisenachischen. Dermalen hat er aber eine Schwester des schwarzen Conrad, Tochter des alten oder Grabfelder Linhard (Leonhard Geisthardt) Namens Christiane zur Beischläferin.

Heinrich Siepel

27 Jahre alt, 5 Schuhe, 5-6 Zoll groß, dicker, untersetzter Statur, hat rundgeschnittene Haare, und handelt zum Scheine mit erdenen Waaren und Zunder. Er ist häufig im Aerest gesessen, aber überall entsprungen: im May 18o7 mit seinem Bruder Caspar zu Bischhausen, Distrikts Eschwege, im März 18o8 auf dem Transporte von Kassel nach Eschwege, und im Juni desselben Jahres mit Philipp Jacobi zu Wormsen, Cantons Jähnde, Distrikts Göttingen. Seine Frau heißt Maria Elisabeth Braun, ist 30 Jahre alt, hat zwei Kinder, und ist besonders an einer Zahnlücke kennbar.

Caspar Siepel

26 Jahre alt, 5 Schuhe, 6 – 7 Zoll groß, untersetzter Statur, hat blonde, kurz abgeschnittene Haare, ein etwas blatkernarbiges Gesicht, und ist an einer Hiebwunde am rechten Ellnbogen und den kleinen Finger der rechten Hand besonders kenntlich. Er handelt mit Porzellan, erdenem Geschirr und Zunder, auch treibt er das Zinngießer – Handwerk. Er entsprang im Mai 18o7 aus Bischhausen und im April 1808 aus dem Arreste zu Hersfeld. Seine und Heinrich Siepels Vergehen sind in den interessanten Zeichnungen berüchtigter Gauner c. (Marburg 18: 1.) S. 18 aufgezählt. Seine Beischläserin Elisabeth ist eine Tochter des Christoph Braun, vulgo Hahnenstophel, aus Zierenberg, groß und stark. Sie hat keine Kinder.

Johannes Sievel, der jüngere, vulgo Kammerdieners – oder Kammerjägers Hannes,

der im ersten Theile als Kammerdieners Hannjost signalisirte. Er soll einen Paß auf Georg Weidmann ausgestellt, geführt, und sich diesen Namen beigelegt haben. Er saß im Sommer 1 808 mit seiner Beischläferin, Elisabeth Kreuz, einer Schwester des nun zu Marburg verhafteten Hermann Kreuz, vulgo Manes, welcher sich Blum nennt, – des zu Kassel verhafteten Caspar Kreuz und des Nicolaus Kreuz, vulgo dicken Niklas, Wolf sich nennend, und einer Tochter des Joh. Carl Kreuz, eigentlich Speidel, zu Kassel, wurde aber als Vagabund über die Gränze gebracht. Im Nov. 1809 entsprang er zu Kaltennordheim, im Eisenachischen, wohin er von Meiningen her ausgeliefert worden war. Er soll im Herbste 18og mit dem Pfeifferchen einen französischen Officier bei Birkenfeld beraubt, und auch mehrere Raubereien in der Gegend von Schlüchtern verübt haben. Er war auch mit bei dem Diebstahl zu Schachten. Siehe die interessante Zeichnungen c. S. 19.

Anna Catharina Siepel

Ehefrau des Joh. Justus Holzapfel, vulgo lahmen Hannjost.

NB. Dieser saß schon zu Limburg, und ist 1801 oder 1802 aus dem Gefängnisse zu Hildesheim entsprungen. Ihm fehlt an jeder Hand ein Finger. Zu Limburg saß er wegen einem an einem andern Räuber, dem dicken Justus, verübten Mord.

Charlotte Siepel

30 Jahre alt, Ehefrau des zu Cassel verhafteten Stotter: Christine Henrich, eigentlich Heinrich Marquard, Stiefbruder des Johannes Müller und Joh. Heinrich Marcus. (Siehe die interessanten Zeichnungen c. S. 2o ) Marcus heißt Johannes Holl, vulgo Bettel-Hänschen, und ist zu Marburg verhaftet

Anna Maria Siepel

51 Jahre alt, Witwe des Korbmachers Horn aus Verna.

Catharina Elisabeth Siepel

Ehefrau des zu Marburg verhafteten Weidemann oder Weidenbaum. Dessen Bruder, Carl Friedrich Weidemann oder Weidenbaum, ist angeblich aus Marienburg in Preußen gebürtig, 28 Jahre alt, 5 Schuhe, 5 Zoll groß, hat braune Haare, blaue Angen, spitze Nase, kleinen Mund, kleine Stirn, kurzes Kinn, längliches blasses Gesicht. Seine Beischläferin nennt sich Dorothea Görges, und ist die Tochter eines Kammerjägers aus dem Paderbornischen. Siehe das Verzeichnisse seiner Verbrechen in den interessanten Zeichnungen c. Seite 21.

Catharina Siepel

noch ledig, zieht mit ihrer Mutter, und ihrer Schwester, der Wittib Horn, umher.

Verzeichniß der Beiden weiter zu Last liegenden Verbrechen.

a. Johann Justus Holzapfel.

Straßenräubereien

  • 4. Straßenraub zwischen Rommelshaußen und dem Pfaffenhofe. No. LXXX.
  • 5. – – im Altenkronauer Walde.
  • 6. – – zwischen Oberrad und Heisenstamm. No. CLXXII.
  • 7. Raub zu Altenhofen. No. CLXXIII.
  • 8. Versuchter Straßenraub bei Lich. No. CLXXVII.
  • 9. Straßenraub bei Hanau. No. CLXXXII. A
  • 10. Versuchte Beraubung des Beamten zu Eckederode. No. CLXXXIII.
  • 11. Straßenraub bei Oberrode. No. CXCIV.
  • 12. – (versuchter) zwischen Karbach und Lorbich. No. CCXIII.
  • 13. – – zwischen Butzbach und Wezlar. No. CLXXI..

Einbrüche und Diebstähle:

  • 1. Versuchter Einbruch im Weilburgischen. No. CLXXVI.
  • 2. Einbruch zu Gedern. No. CXCVI.
  • 3. – zu Langenbertheim. No. CXCVII. 4. – daselbst auf der Mühle. No. CXCVIII.
b. Johannes Siepel

Straßenräubereien :

2. Straßenraubzwischen Oberrad und Heisenstamm. No. CLXXII.

Zu Nr. 3o. S. 186. – Wilhelm Euler, vulgo Höllenbrands oder Hildebrands Wilhelm.

Sein Bruder Heinrich Euler, vulgo Höllenbrands Heinrich ist in Marburg verhaftet.

Zu Nr. 3. S. 188. Peter auch Andres, Tochtermann des großen Zigeuner-Ludwigs

Er heißt Andreas Sendomor, und war mit seinem Schwager,dem sogenannten Heiden – Ludwig, in Giesen verhaftet, ist aber, ehe man von den ihm zu Last liegenden schweren Vergehen unterrichtet war, entlassen, und hat sich in eine andere Gegend begeben. Heiden Ludwig, sein Schwager, ist einstweilen zu 12jähriger Zuchthausstrafe verurteilt.

Sendomor ist von Sichenhausen, Großherzogl. Hessischen Amts Lisberg, gebürtig. Seine Beischläferin, die Tochter des Heiden – Ludwigs, heißt Katharina Klein, und ist von der Kröge, Großherzogl. Hessischen Amts Battenberg, gebürtig. Er ist nach einem neueren

Signalement

schon 50 Jahre alt, nur 4 Fuß, 1 1 Zolle, 3 Strich groß, hager von Statur, und hat, nebst den schon angegebenen Abzeichen, eine kleine Warze unfern des Mundes, und eine gleiche Warze auf der linken Seite des Kinns unfern der Unterlippe.

Zu Nr. 41. S. 192. – Conrad Eckstein, vulgo des schwarzen Conrads Bube

Man sehe, was unten unter Nr. 73 bei dem Geisbuben von seinen Familien – Verhältnissen vorkommt.

Zu Nr. 43. S. 193. – Jörg N. N., vulgo Ueberklug

Er wird auch des Löffelfranzen Bub und Löffelfranzen Jörg genannt. Seine Schwester Magdalena war die erste Zuhälterin des kleinen Johann. Die zweite Zuhälterin von diesem war Mariane, eine Tochter des Löffelhannes. – Da jene erste Zuhälterin Magdalena Butckertin hieß, so scheint es, dass dieser Ueberklug Georg Burckert heiße. – Seine Schwester Margareth war einst einige Zeit Concubine des kleinen Johann.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen.

Einbrüche und Diebstähle:

1. Einbruch zu Hainstatt. No. CCII.

Zu Nr. 44. S. 194. – Heinrich Pfeiffer

Nach der Maaßfelder Liste und den interessanten Zeichnungen c. hatte er, als Ueberläufer zu der darin bezeichneten Bande, noch an folgenden Verbrechen Theil:

Straßenräubereien

  • 10. Straßenraub bei Münnerstadt.
  • 11. Beraubung des Tuchmachers Wagner von Meiningen.
  • 12. Raub und Einbruch zu Riena, Cantons Holzheim, Districts Hersfeld, mit Claus und Georg dem Brabanter und Consorten.
  • 13. Desgleichen zu Battenfeld, Amts Battenberg.
  • 14. Beraubung der Stiftskirche zu Frizlar.
  • 15. Straßenraub zwischen Sachsenhausen u. Oberrod. No. CCLIV.

Einbrüche und Diebstähle.

  • 9. u. 10. Zwei Diebstähle mit Johann Lehn, vulgo Franzenjung, im May 1808 zu Stockhausen.
  • 11. Auch hatte er Theil an dem Einbruch in die Mühle bei Marsköbel. No. CCXXIX.

Er nannte sich auch Holdermann und Christian Trohm. Unter diesem letzten Namen brach er gegen Ende des Jahrs 18o8 zu Nentershausen, Distrikts Eschwege aus dem Gefängnis. Er hatte damals eine Zuhälterin Namens Anna Elisabeth Winter aus Kleinmohr im Fuldischen. Er hat noch einen Bruder, Nicolaus Pfeiffer (nach der Fulder Liste) etliche und 30 Jahre alt, verheiratet. Dieser soll der nämliche sein, welcher im Jänner 1809 unter dem Namen Johann Nicolaus Ellerich aus Silberberg, sich zu Unteralba aufhielte, und bei dem Amte zu Dernbach sich mit einem auf jenen falschen Namen von dem Notar Greif zu Kaltennordheim ausgestellten Paß als Porzellan und Glashändler legitimiert hat. Zu einer andern Zeit soll er auch den Namen Johann Adam Weidemann geführt haben.

Beide sind uneheliche Söhne eines ehevor hessischen Soldaten, Christoph Pfeiffer aus Gressenbach, im ehemals Hanauischen Amte Steinan, mit einer Weibsperson aus dem Coburgischen erzeugt. Christoph Pfeiffer war aus hessischen Diensten desertirt, und hatte sich in Bacharach verheurathet. Eine eheliche Tochter von ihm zeugte mit einem Krämer und Musikanten, Namens Kircheis, 4 Söhne, wovon der älteste, Peter Kircheis, gleichfalls ein Musikant und gefährlicher Vagabund ist.

In der Fulder Liste kommt noch ein Stiefbruder der beiden Pfeiffer vor, Namens Cornelius Kehr, vulgo Nöll, von Obersteinbach bei Schmalkalden. Er ist gegen 3o Jahre alt, hat röthliche Haare, ein dickes, glattes Gesicht und dicke Nase. Er ist mittlerer Statur, hält sich im Amte Ullrichstein und in der Gegend von Marburg und Amöneburg meistentheils auf. Seine Beischläferin ist eine Tochter des Glaser, Hannes oder Johannes Stock. Sie hat ein Kind.

Zu Nr. 45. S. 195. – Zinngießers Ludwig

Räubereien:

  1. Attentierter gewaltsamer Einbruch und Raub zu Gräfenwiesbach. No. CLIV.
  2. Versuchte Beraubung des Beamten zu Ekederode. Nr. CLXXXIII.

Zu Nr. 47. S. 195. – Schneider

Er zog lange mit der Schwägerin des Johann Adam Heußner herum; beide nennen sich deswegen Schwäger. Er führt Krämerwaaren, ist aber seiner Profession ein Schneider. Er hat unter den Gaunern auch noch den weiteren Beinamen: kleiner Krämer-Johann und kleines Johannchen oder Johannerchen. – Eigentlich heißt er Johann Schmitt, und ist zu Neukirchen im Baadischen gebürtig.

Sein Vater soll ertrunken sein. Seine Frau oder Zuhälterin, Margaretha, ist die Tochter der Frankenlies, deren Mann, Köberlein, zu Brückenau hingerichtet wurde. Diese Frankenlies war 18o2 zu Würzburg in Arrest, und nannte sich dort Maria Elisabetha Stadlerin aus Kastel. Nach andern Nachrichten soll sie aus Bartenstein, und nach den zu Würzburg gegen sie vorgekommenen Umständen gefährlicher als ein Räuber selbst sein. Sie ist groß, von Statur, 56 – 68 Jahre alt, geht gebückt, hat schwarze Haare, ein gelbes, runzliches Gesicht und ein großes Maul.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen

Straßenräubereien

  • 1. In den Würzburger Untersuchungsacten gegen die Tauberbande ist er eines Raubmords beschuldigt.
  • 2. In den Würzburger Untersuchungsacten gegen die zu Kissingen eingefangene Räuberbande ist er mehrerer großen Verbrechen bezüchtigt. Nach Joh. Adam Heußners Geständniß hatte er Antheil an dem Raubmord bei Höhnfeld. No. CCXLII.

Einbrüche und Diebstähle:

  • 2. Kaffeediebstahl zu Unteraltertheim, im Würzburgischen. No. CXLVIII.
  • 3. Einbruch zu Groshausen. No. CCIV.
  • 4. – zu Laudenbach. No. CCV.
  • 5. – auf der rothen Kandel. No. CCVI.
  • 6. – zu Reichenbach. No. CCVII.
  • 7. – zu Laudern. No. CCVIII.

Nach dem Darmstädter Untersuchungsprotocolle gegen J. A. Heußner vom 30. Jänner 1812 liegen ihm weiter zu Last.

  • 8. Ein Kaffe und Zuckerdiebstahl zu Rimbach, welchen er ganz allein verübte.
  • 9. Ein Diebstahl von 500 oder 700 fl., welchen er in Katzenbach vor 8 Jahren, in Abwesenheit der Hausbewohner verübte. Auch noch eine Pistole und ein Pulverhorn entwendete er nebst dem Gelde.
  • 10. Einbruch zu Remmlingen. No. CCXXXIX.

Zu Nr. 48. S. 195. – Lorenz Franck, vulgo Schinderlorenz oder Bettellorenz

Signalement

Er ist ein alter Mann, wann er noch lebt, angeblich in Würzburg verhaftet, 5 Schuhe 7 Zoll groß, dick von Statur, hat schwarze Haare mit vielen grauen untermengt, ein langes glattes Angesicht, gewöhnliche Nase und gewöhnlichen Mund. Er hat zwei Söhne, deren einer 26, der andere 18 Jahre alt ist.

Verzeichniß der ihm dahier weiter zu Last liegenden Verbrechen

  • 2. Einbruch zu Eurich oder Grünenwörth. No. CXLIII.
  • 3. – zu Unterwirbelbach. No. CLXIX.
  • 4. – zu Remmlingen. No. CCXXXIX.

Zu Nr. 50. S. 196. – Der Rukesburger Heinrich

Er heißt Heinrich Keller, und ist von Ruppersburg (nicht Rukesburg) Amtes Laubach gebürtig. – Er befindet sich jetzt zu Giesen in Arrest. Der attentirte Einbruch zu Hörgern (nicht Herchheim) Amts Niederweisel, bei welchem er mit zugegen war, hat, obgleich an sich weniger bedeutend, das meiste Aufsehen in der dortigen Gegend gemacht. – Seine Beischläferin heißt Lene, und soll eine Schwester von des in Giesen verhafteten Joh. Georg Gottschalcks von Ilmenstadt, vulgo schwarzen Jungs Christine sein. Sie ist in Gießen verhaftet. Sie hat rothe Haare.

Zu Nr. 51. S. 197. – Wilhelm Rhein, vulgo ueberrheiner Wilhelm, auch scheeler Postknecht;  scheeler Hauptmann.

Räubereien:

  • 8. Attentierter gewaltsamer Einbruch und Raub zu Grävenwiesbach. No. CLIW.
  • 9. Straßenraub zwischen Butzbach und Wezlar. No. CLXXI.
  • 10. Gewaltsamer Einbruch zu Altenhofen. No. CLXXIII.
  • 11. Versuchte Beraubung des Beamten zu Eckederode und Ermodung des Zinngießers Ludwig. No. CLXXXl II.
  • 12. Versuchter Straßenraub bey Lich. No. CLXXVII.
  • 15. Raub auf dem Jägerhaus bei Dummersfeld. Siehe was deshalb vorn zu Nr. 4 u. S. 168 bei Johann Adam Treber angeführt wurde. *

Einbrüche und Diebstähle

  • Versuchter Einbruch im Weilburgischen. No. CLXXVI.

Zu Nr. 53. S. 198. – Philipp Delis, vulgo Zahnfranzen Philipp.

Einbrüche und Diebstähle:

  • 5. Diebstahl zu Laudenbach. No. CCXLVI.
  • 4. – zu Langen. No. CCXLVII.
  • 5. Einbruch zu Oberrammstadt. No. CCLV.
  • 6. Schaafdiebstahl bei Gundernhausen. No. CCLXI.

B. In diesem Theile hinzugekommene

54. Des Michael Hofmann von Holzkirchen, vulgo dürren Michels Ehefrau

Das Signalement von ihr konnte bis jetzt nicht erhalten werden. Man sehe, was wegen ihr und ihrem Ehemann bei Peter Kraus, vulgo Laibacher Peter gesagt wurde.

Verzeichniß der ihr hier zu Last liegenden Verbrechen.

a. Haller Marktdiebstahl. No. CLII.

55. 56. und 57. Wallburg , Ehefrau des Joh. Georg Müller , vulgo Ofen-putzers-Jörg , und deren 2 Töchter.

Die Signalements von diesen drei Diebinnen konnte man bis jetzt nicht erhalten.

Verzeichniß der ihnen hier zu Last liegenden Vergehen:

  • 1. der Mutter: Diebstahl zu Rengerthausen. No. CLI.
  • 2. den Töchtern: Haller Marktdiebstahl. No. CLII.

58. Izig Muck , vulgo alter Muck

Signalement

Er ist in der Fulder Liste unter Nr. 298 also beschrieben: 44 bis 46 Jahre alt, 5 Schuhe 6 bis 7 Zolle hoch, verheurathet, geht schlecht gekleidet und treibt einen kleinen Handel mit kurzer Waare.

Er soll ehemals zu Friedberg gewohnt haben und dermal im Hannöverischen herumziehen. Seine Frau ist schon einmal zu Steinheim, Distrikts Höxter, verhaftet gewesen, jedoch wahrscheinlich wegen Mangel an Beweisen wieder freigelassen worden. – Auch in den interessanten Zeichnungen berüchtigter Gauner und Spitzbuben (Marburg 1811) ist er S. 61 eben so beschrieben und dabei weiter angeführt; dass er um den von Schinderhannes ausgeführten Seelheimer Raub Wissenschaft und an dem Raub zu Dahlheim, dem Raub zu Schöneberg, und dem Diebstahl zu Lemgo Antheil gehabt habe. – Er ist nach näherer Beschreibung dick von Statur, hat schwarze Haare und Augbrauen, gewöhnliche Nase und Mund, ein glattes, vollkommenes, längliches Gesicht. Nach Angabe des J. A. Heußner (S. 868 des Darmstädter Protocolls) war er nebst Moses Fuchs und Mendel Polacks Sohn mit bei dem Raube zu Sosenheim, wobei ein Mezger ums Leben kam.

Verzeichniß der ihm dahier zu Last liegenden Verbrechen.

Räubereien

  • 1. Gewaltsamer Einbruch und Raub auf der Breitenborner Mühle. No. CL1II.
  • 2. Attentierter gewaltsamer Einbruch und Raub zu Grävenwiesbach. No. CLIV.
  • 3. Gewaltsamer Einbruch und Raub in der Oberliedersbacher Mühle. No. CLXXIV.

59. Moses, Knecht des Itzig Muck

Signalement

Er ist stark in die 20 Jahre alt, fünf Schuhe 2 bis 3 Zoll hoch und schmaler Statur, hat schwarze Haare, ein kleines Gesicht, eine etwas große Nase und einen eben solchen Mund. Genauer konnte er nicht bezeichnet werden.

Verzeichnis der ihm dahier zu Last liegenden Verbrechen,

Räubereien

  • 1. Gewaltsamer Einbruch und Raub auf der Breitenborner Mühle, No. CLIII.
  • 2. Attentierter gewaltsamer Einbruch und Raub zu Grävenwiesbach.No. CLIV.
  • 3. Gewaltsamer Einbruch und Raub in der Oberliedersbacher Mühle. No. CLXXIV.

60. Schnallenmachers Jörg

Signalement

Er ist von Hingheim bei Werthheim gebürtig, 26 bis 28 Jahre alt, 5 Schuhe und ungefähr 2 Zolle groß, gesetzter Statur, hat schwarze auf Bauernart geschnittene Haare, niedere Stirn, schwarze Augbrauen, graue Augen, kurze dicke Nase, mittelmäßigen Mund, rundes Kinn, glattes, rundes Gesicht, weiß und roth melirte Gesichtsfarbe und ist ohne besondere Kennzeichen. Er trug vor ungefähr 6 Jahren gewöhnlich einen runden Hut, brauntüchenen auf Bauernart gemachten Rock, weiß und roth gestreifte baumwollenzeugene Weste, schwarz floretseidenes Halstuch, leinene weiße Pantalons, weißwollene Strümpfe und Schuhe mit Bändeln. Er war früher schon beim Kaiserl. Oestreichischen Militair, ist davon desertirt, und soll gegenwärtig wiederum in Kriegsdiensten stehen, wo aber, ist unbekannt; seine übrigen Familienverhältnisse und sein Gewerb sind ebenfalls unbekannt.

An Verbrechen liegt ihm dahier zu Last:

  • 1. Einbruch zu Wisselden. No. CXLV.
  • 2. Einbruch zu Rüdenthal. No. CL.

61. Johann N. N., vulgo Schneiderlein, auch Baßler, des strobelichen Ades Schwager.

Er soll nach den übereinstimmenden Angaben des I. A. Heußner und J. A. Karr erfroren sein. Er ist nicht der, welcher mit bei dem Einbruche in einem Dorf bei Remmlingen war.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen

Einbrüche und Diebstähle

a. Einbruch zu Wisselden. No. CXLV.

62. Mainzer Hannes

Signalement

Er ist nahe an 40 Jahre alt, 5 Schuhe 3 ½ Zoll hoch, hat schwarze Haare, gewöhnliche Stirne, Nase und Mund und ein schmales Angesicht. Er ist besonders daran kenntlich, dass ihm die vordern Zähne kreuzweis übereinander laufen. Er handelt mit Porzellan und steinernem Geschirr, womit er die Märkte in der Gegend von Darmstadt besucht. Er hat gegenwärtig seine zweite Frau, sie ist die Tochter eines herumziehenden Viehdoktors, welcher sich Lorenz nennt. Seine erste Frau war eine Stieftochter des Schinderlorenz. Sie ist auf der Scherbenmühle gestorben. – Er ist 18o8 von Würzburg nach Mainz geliefert, dort aber wahrscheinlich wieder entlassen worden.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen,

Einbrüche und Diebstähle:

  1. Einbruch bei einer Wittwe unweit Remmlingen. No. CXXXIV.

63. Joh. Georg Kleebach, ein Müllerspursch aus dem Usingischen, vulgo der Mühlarzt

Signalement:

Er nennt sich zuweilen auch Ludwig, zuweilen Heinrich. Er ist ungefähr 5 Schuhe 7 Zolle hoch, 5o Jahre alt, schmal, hat gelbliches Haar, Bart und Backenbart, graue Augen, gewöhnliche Nase und Mund und ist auf dem Backen nächst der Nase rothstuppig oder kupferig, als wenn er viel Brandwein tränke. Er hat ein schönes Weibsbild bei sich, welche 5 Schuh 5 Zoll groß ist, schwarze Haare und Augen, gewöhnliche Nase und Mund hat, und ein kleines Mädchen mit sich führt.

Verzeichniß der ihm dahier zu Last liegenden Verbrechen:

Straßenräubereien:

1. Versuchter Straßenraub bei Lich. No. CLXXVII. aufgehalten.

Einbrüche und Diebstähle:

  • 1. Zinndiebstahl in Berkersheim. No. XVI.
  • 2. Versuchter Einbruch in Weilburgischen. No. CLXXVI.

64. Philipp N. N., vulgo Geißlips oder Geißen – Philipp, ein Korbmacher

Signalement

Er ist 5 Schuh 6 1/2 Zoll hoch, ungefähr 50 Jahre alt, hat schwarze Haare, ein langes glattes Gesicht, eine etwas große Nase und gewöhnlichen Mund. Er ist schmal von Statur und hat sich gewöhnlich mit Korbflechten beschäftigt.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen.

 Einbrüche und Diebstähle:

1. Einbruch zu Remmlingen. No. CCXXXIX.

Man sehe auch: was oben zu Nr. 8. und zu S. 171 bei Georg Fehn gegen ihn vorkommt.

65. Johann Adam , der Kaiserl. Der Soldat.

Das Signalement von ihm ist, so weit es erhoben werden konnte, folgendes: Er mißt ungefähr 5 Schuh 4 Zoll, ist 47 bis 48 Jahre alt, und gesetzter Statur. Er hat sich gewöhnlich in  Unterschönenmattenwaag.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen,

Straßenräubereien:

1. Straßenraub an den Mezgern bei Walldürn. No. CLVIII.

Einbrüche und Diebstähle:

1. Diebstahl zu Weißbach. No. CLXV.

66. Martin Kizing

Signalement

Er ist von Quajenfeld gebürtig, 34 Jahre alt, 5 Schuh 6 Zoll hoch, hat ein längliches blasses Angesicht, eine starke etwas breite Nase, braune Augen und Haare, letztere trägt er rund geschnitten. Er trug sonst einen dunkelblauen Ueberrock, ein gleichfarbiges Ermelkamisol, eine abgetragene rothe Weste, lederne kurze Hosen und einen runden Hut. – Er ist ein Schnallenmacher und ein Schwager des Joh. Michael Fehlinger oder Völlinger aus Elwertshausen oder Empfertshausen.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen.

Straßenräubereien:

3. Straßenraub an den Mezgern bei Walldürn. No. CLVIII.

Einbrüche und Diebstähle:

1. Einbruch zu Weißbach. No. CLXV.

67. Martin Rinckert, vulgo Hannmartinchen

Er ist ein Schwager des Krugjoseph und der Zuhalter der sogenannten Hornlehnhardin oder Hornlehnertin.

Signalement

Er ist etliche und 5o Jahre alt, in der Hasenmühle bei Schloßborn unweit Königstein gebürtig; nicht ganz 5 Schuh hoch, siehe einem Juden ähnlich, hat ein längliches, schwärzliches, mageres Gesicht, schwarze rundgeschnittene Haare, blaurothe durch einen Biß seiner Frau an der Spitze gespaltene Nase, großen Mund mit übergebogener Oberlippe, spitzes Kinn, dünnen schwarzen Bart, und schwächlichen Körper. Er hat gewöhnlich seine Frau und sieben Kinder bei sich. Nach neueren Angaben ist er vor einigen Jahren zu Seckenheim bei Mannheim gestorben.

Verzeichniß der ihm hier zu Last liegenden Verbrechen,

Straßenräubereien

  • 1. Straßenraub beim Eulenbacher Hofe. No. CLVI.
  • 2. – zwischen Weinheim u. Großsachsen. No. CXCIII.

Einbrüche und Diebstähle

  • 1. Einbruch zu Zell. No. CLXXXVIII.
  • 2. – zu Brandau. No. CCI.
  • 3. Diebstahl zu Langen. No. CCXLVII.

Dann hatte er unter Schinderhannes Antheil an den Verbrechen auf der Krazmühle und zu Merxheim.

68. Brown oder Braun, ein Brabänder

Er ist wahrscheinlich der zu Eßlingen gesessene, von dort auf den Asberg gekommene, da entwichene, und von Mannheim, wo er unter anderem Namen im Zuchthaus saß, wieder dahin gelieferte Jo- seph der Franzos; vielleicht auch einer der in der Fulder Liste unter den Nrn. 165 und 245 signalisirten Johann Friederich Braun und Heinrich Braun.

Ihm liegt zu Last die Teilnahme an dem gewaltsamen Einbruch und Raub auf der Oberliedersbacher Mühle. No. CLXXIV.

69. Siebmichel, von Albersbach

Er ist der Bruder des hievor unter Nr. 65 bemerkten Joh. Adam des Soldaten und ein Schwager des Bürstenkaspar. Er war ein Mitglied der im Herbste 181o versprengten überrheinischen Anton Keilischen Bande. Nach Angabe des I. A. Heußner hatte er Antheil an dem Straßenraub an Mezger, bei Walldürn No. CLVIII.

70. Friederich Wild, vulgo Bürstenfriederich

Signalement

Er ist von Haßloch, Cantons Neustadt, gebürtig, zieht als Krämer umher und führte seine Waaren auf einem mit einem kleinen hellbraunen Pferde bespannten Karrn mit sich. Er ist von großer, robuster Statur, über 5o Jahre alt, hat lange, starke, schwarze Haare, nach Bauernart geschnitten, ein längliches, vollkommenes Gesicht, schwarzbraune Augen, lange Nase, großen Mund, ganz spitzes Kinn, hohe Stirne und schwarzen Backenbart. – Er trug gewöhnlich einen dunkelblauen tuchenen Rock mit weißen Knöpfen, ein hellblaues kattunenes Westchen, lederne, oder grüne Bieber-Hosen, einen runden Hut und abwechselnd bald Schuhe – bald Stiefel.

Er hat eine Frau, eine Magd und zwei kleine Kinder bei sich, wovon das Älteste 4 ½ und das andere 1 1/2 Jahr alt ist. – Er gehörte zu der Anton Keilischen Bande und ist ein Gevattermann des langen Samel.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen.

Straßenräubereien:

1. Straßenraub bei Rimbach. No. CCXIX.

Einbrüche und Diebstähle:

  • 1. Einbruch in Kleinrohrheim. No. CCXXII.
  • 2. – in Wixhausen. No, CCXXIII.
  • 3. – in Jugenheim. No. CCL.
  • 4. Schafdiebstahl bei Gundernhausen. No. CCLXI.

71. Peter Keil

Signalement

Er ist Anton Keils Bruder, von Ouirnheim, Cantons Grünstadt gebürtig; er führte einen mit Krämerwaaren beladenen, mit einem schwarzen Pferde bespannten Karrn mit sich herum. Er ist ungefähr 26 Jahre alt, großer, magerer Statur, hat ein längliches Gesicht, blonde abgeschnittene Haare, röthlichen Backenbart, der unterm Kinn zusammenläuft, graue Augen, lange Nase, spitzes Kinn. – Er trägt im Winter gewöhnlich blaue tuchene Kleidung, im Sommer aber leichtere von andern Farben. – Er hat eine kinderlose Frau bei sich.

Er hatte Theil an dem Straßenraub bei Rimbach. N. CCXIX.

72. Georg N. N., ein Ueberrheiner

Er ist ein Schwager von den beiden Brüdern Anton und Peter Keil. Auch er hatte Antheil an dem Straßenraub bei Rimbach. No. CCXIX.

75. Der Geißbube

Signalement

Er ist etliche und 3o Jahre alt, 5 Schuhe 3 bis 4 Zoll groß, schmal von Statur, hat schwarze Haare, Gesichtsfarbe und Augbrauen, braune Augen, blatternarbiges, blasses Angesicht, schmale, spitze Nase, gewöhnlichen Mund. Er heißt, nach Grasmanns Angabe, Johann Georg mit dem Vornamen, und ist der Sohn eines Lumpensammlers, welcher auf der Papiermühle unter dem Aschbacher Hammer, bei Waldmichelbach gewohnt hat. Eine Schwester von ihm ist auch an einen Lumpensammler verheiratet, welcher eben dort wohnt. Der Geißbube ist verheiratet; seine Frau, wahrscheinlich Barbara, ist die Tochter des sogenannten Feldscherers, welcher im Haingrunde, bei Wörth, die Schweine gehütet hat. Sie hat noch einen Bruder, welcher der Feldscherers-Jörg genannt wird, und auch herumzieht, und auch eine Schwester, Namens Margrethe.

Der Feldscherers-Jörg zieht gewöhnlich als Musikant, mit des großen oder Bettel- oder schwarzen Conrads vier Buden, wovon zwei Hannes und einer Conrad heißen, umher. Einer dieser Conrads – Buben und zwar einer der beiden Hannes, vulgo der schwarze Spielhannes oder schwarzer Conrads-Hannes führt eine Zigeunerin namens Hanne, manchmal aber auch bald dieses bald jenes andere Weibsbild bei sich. Die Conrads-Buben sind als Kochemer bekannt, und es sind in Darmstadt bestimmte Vergehen gegen sie angegeben. Der eine von denselben ist der im Iten Theile S. 192 unter Nr. 41 beschriebene Conrad Eckstein.

Der Andere, dessen Vorname unbekannt ist, kommt vor unter dem Namen Rother Conrads – Bub.

Er ist etliche und 20 Jahre alt, nicht groß, etwas gebückt, blatternarbig, hat gelblich-rote, nach Bauernart geschnittene Haare, rothen Bart, eine kleine, etwas breite Nase, gelbe Augbrauen, graue Augen, gewöhnlichen Mund. Er geht immer mit einem seiner Brüder und spielt ein wenig den Bass.  Dessen Frau ist klein, ungefähr so alt wie ihr Mann, sie hat rothe Haare und Augbrauen, viele Sommerflecken, stumpfe Nase, graue Augen. Sie haben 3 bis 4 Kinder.

Der Dritte von den Conrads-Buben, Conrads Hannes, ist 26 bis 27 Jahre alt, groß, untersetzter Statur, 5 Schuhe, 7 bis 8 Zolle hoch, hat schwarze Haare, meistens in einen Zopf gebunden, schwarze Augbrauen, schwarzbraune Augen, eine etwas große, jedoch ungebogene Nase, gewöhnlichen Mund und schwarze Gesichtsfarbe. Er ist ein sauberer Pursche.

Vom Vierten fehlt das Signalement.

Verzeichniß der dem Geißbuben zu Last liegenden Verbrechen

Straßenräubereien

  • 1. Nach Angabe des J. A. Grasmann hat er vor ungefähr 11 Jahren bei Ohrenbach zwei Judenbuben, welche mit kurzen Waaren hausiren gingen, angegriffen und beraubt.
  • 2. Straßenraub bei Michelstadt. No. CCXL.

Einbrüche und Diebstähle:

4. Einbruch zu Rheinbach. No. CLXXX.

74. Des Lumpenstoffels Bruder, Conrad

Da der Lumpenstoffel Schmitt heißt, so hieß dieser wahrscheinlich Conrad Schmitt. Er hat sich zu Aschaffenburg im Gefängniß gehängt.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen,

Einbrüche und Diebstähle:

1. Pferdsdiebstahl zu Unterbeerfelden. No. CLXXXVI.

75. Friederich N. N., vulgo Lumpenfriederich

Er saß einst unter dem Namen Friederich Köhlinger mit dem Krugjoseph zu Darmstadt. Er ist ein Hannoveraner. Sein Signalement konnte nicht erhoben werden. Er ist ein Korb- oder Mahnenmacher.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen,

1. Straßenraub zwischen Weinheim und Großsachsen. No. CXCIIV

76. Christian N. N., ein Maurer.

Er hat vordem zu Oberlaudenbach im Zinß gewohnt und sich lange in Albersbach aufgehalten.

Signalement

Er ist etliche und 3o Jahre alt, 5 Schuhe 3 Zoll hoch, breitschulterig und überhaupt von dicker, gesetzter Statur; er hat ein vollkommenes, blatternarbiges Angesicht. – Er führt eine kleine Frau mit sich, die ungefähr von seinem Alter ist. Sie soll Christine heißen. – Beide besuchen die Märkte um darauf zu stehlen.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen.

1. Straßenraub zwischen Weinheim u. Großsachsen. No. CXCIII.

77. Schrammbackiger Bube

Signalement

Er ist 5 Schuhe 2 bis 3 Zoll groß, ungefähr 3o Jahre alt, hat schwarze Haare, braune Augen, schwarzbraune Augbrauen, und ist überhaupt schwarz von Gesicht, er hat eine nicht große, stumpfe Nase, kleinen Mund, aufgeworfene Lippen. Unter dem einen Kinnbacken, nächst dem Halse, hat er eine Schramme, welche groß ist, und aussieht, als wenn sie gebrennt wäre. Er führt eine rothköpfige Weibsperson mit sich, deren Schwager Kuh- oder Pferdehirt zu Kleinrohrheim war. Er hat noch einen älteren Bruder, Namens Hannes, welcher mit Porzellan handelt. – In Mergentheim sitzt unter dem Namen Johann Georg Schramm ein Gauner ein, welcher vielleicht dieser schrammbackige Bub sein dürfte.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen.

Straßenräubereien

1. Straßenraub bei Rimbach. No. CCXIX.

Einbrüche und Diebstähle:

1. Einbruch zu Kleinrohrheim. No. CCXXII.

78. Hühner – Velten, oder Koffee – Velten, auch der Blechschläger Valentin.

Signalement

Er ist 45 bis 46 Jahre alt, 5 Schuhe 4 bis 5 Zolle hoch, magerer Statur, hat blondes Haar und Backenbart. Er hielt sich in Westphalen auf. – Nach Angabe des J. A. Heußner wurde er bei Ullrichstein von seinen Kameraden theils durch harte Schläge, vorzüglich aber durch das Abschneiden beider Waaden umgebracht. Er ist der Vater des schwarzen Jung. Seine Frau heißt Margreth. Sie hat 3 Kinder: Liesbeth, ein Mädchen von 17 bis 18 Jahren, und zwei Kleinere. – Mit diesen zieht, nach den Fulder Signalements herum Eleonore Schmitt, welche 18o8 zu Eimbeck im Arreste war.

Verzeichniß der ihm hier zu Last liegenden Verbrechen.

Einbrüche und Diebstähle:

  • 1. Diebstahl bei Marios. No. CCXII.
  • 2. – zu Lautenbach. No. CCXLVI.
  • 3. Einbruch in einem Dorf im Hessischen. No. CCXLIX.

79. Lutzen – Jacobs Jörg

Nach Angabe des J. A. Heußner steht er schon seit 1802 oder 1803 in Kaiserl. Oestreichischen Militairdiensten. Er ist Geschwisterkind mit Sebastian Luz, vulgo Basti.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen.

Einbrüche und Diebstähle:

  • 1. Einbruch zu Kreuzwerthheim. No. CCIX.
  • 2. – im Kloster Neust. No. CCX.
  • 3. – zu Tippich. No. CCXI.

80. Georg Fontsch, vulgo Schrammback, auch schrammbackiger Jörg

Er ist etliche und 60 Jahre alt, blatternarbigt, und auf dem vorderen Kopfe kahl. Er hat graue Haare und auf der einen Wange eine große Narbe. Er führt eine Weibsperson bei sich, welche Anna Maria heißt und eine Schwester des mit dem Schinderhannes hingerichteten Franz Bayer, vulgo scheelen oder Gockelaugigen Franz ist, – nebst 5 bis 6 Kindern. – Er ist ein alter Räuber und war eines der vorzüglichsten Mitglieder der vor 2o Jahren zu Leimen zum Theil verhaftet gewesenen Johannes Rangischen Diebsrotte. Da sein Schwager, Franz Bayer und sein alter College von der Rangischen Bande Theodor Daniel Mayer, vulgo Schwabendaniel, unter Schinderhannes diente, so ist es kaum zu bezweifeln, dass auch er unter dieser Bande gewesen sei. – Trotz der schon vor 2o Jahren gegen ihn in die halbe Welt ausgeschriebenen Steckbriefe lebte er, ganz in der Nähe ruhig fort. – In den bei Großherzoglichem Hofgerichte zu Mannheim beruhenden Untersuchungsakten ist eine große Menge seiner bedeutenden Verbrechen aufgezeichnet.

Verzeichniß der ihm weiter zu Last liegenden Verbrechen.

  • 1. Diebstahl zu Laudenbach. No. CCV.
  • 2. – zu Lautern. No. CCVIII.

81. Schuhmachers – Peter, ein Schuster von Großreichelsheim

Er hatte Theil an dem Einbruch zu Hainstatt. No. CCII.

82. Christian von Rimbach

Er nahm Theil an dem Diebstahl auf der Tromm. No. CCXVIV

83. Noch ein anderer Hannjost.

Signalement

Er ist ungefähr 20 Jahre alt, 5 Schuhe 3 bis 4 Zelle groß, schmaler Statur, hat gewöhnliche Nase und Mund, ein längliches sauberes Angesicht. – Er führt eine Weibsperson Namens Magdalena bei sich, welche vorher der Bruder des dicken Buben bei sich hatte. Sie ist die Schwester des schwarzen Jung und eine Tochter des Hühner-Velten. Er ist nach diesen Angaben Heußners unverkennbar der in der Fulder Liste unter Nr. 37 signalisierte Johann Justus Dietz, vulgo Hannjost oder Just.

Er hatte Theil an dem Straßenraub zwischen Butzbach und Wetzlar. No. CLXXI.

84. Schäfer Hohenstein, von Hainchen

Er hatte Theil an dem Einbruch zu Langendiebach. No. CLXXXIX.

85. Johann Grasmann

Er ist ein Bruderssohn des Johann Adam Grasmann, vulgo langen Samel.

Ihm liegt hier zu Last die Teilnahme an dem Einbruch zu Langenbrombach No. CCLIII.

86. Barthel N. N.

Näher kann er nicht bezeichnet werden. Vielleicht Barthel Bartsch, wahrscheinlicher aber der im Frühjahre 1812 zu Marburg hingerichtete Johann Melchior, Balthasar, Barthel van der Velde,

vulgo Barthel, auch Müller – Barthel.

Verzeichniß der ihm zu Last liegenden Verbrechen.

Einbrüche und Diebstähle:

  • 1. Diebstahl zu Lautenbach. No. CCXLVI.
  • 2. – zu Langen. No. CCXLIX.

87. Heinrich Lehn

Er ist ein Bruder des Spielhannes.

Er nahm Antheil an dem Einbruch auf einer Hammerschmiede in dem Hessischen. No. CCXLVIII.

88. Joh. Martin Kämpel von Andenhausen

Er ist der Bruder des zu Fuld verhafteten Heinrich Kümpel, vulgo Hörnerbeuger oder Hey. Er zog sonst mit seiner Frau, Liese aus Föllrz, seinem ebengedachten Bruder und dem langen Wilhelm umher.

Er hatte Theil an dem Einbruch in einem Dorf bei einer Hammerschmiede in dem Hessischen. No. CCXLIX.

89. Johannes Fuchs, aus dem Trierischen.

Er kann nicht signalisiert werden.

Verzeichniß der ihm hier zu Last liegenden Verbrechen.

Einbrüche und Diebstähle:

  • 1. Einbruch zu Jugenheim. No. CCL. –
  • 2. – zu Oberrammstadt. No. CCLV.
  • 3. Schaafdiebstahl bei Gundernhausen. No. CCLXI.

90. Johann Martin Lind

Der dicke Bub gab den Zunamen Lind nicht mit voller Gewißheit als den Wahren an. Ihm liegt zu Last der Antheil an dem Einbruch zu Jugenheim. No. CCL.

91. Michael N. N., ein Spengler

Näher kann er nicht bezeichnet werden. Er hatte Theil an dem Einbruch in der Gegend von Schwäbischhall. No. CCLIII.

Aus der vorausgehenden fortgesetzten Übersicht der von den da hier verhaftet gewesenen Gaunern und einigen ihrer auswärts verhafteten Genossen eingestandenen Verbrechen, und aus dem fortgesetzten Verzeichnisse der jedem Einzelnen von ihnen zu Last liegenden Übeltaten wird man sich überzeugen, dass ich nicht zu viel gesagt habe, wenn ich im Iten Theile Seite 142 versicherte: die Anzahl der von den Räubern am Main verübten Verbrechen würde sich um das drei oder vierfache erhöht haben, – wann ich die Mittheilung aller von den auswärts Verhafteten einbekannten, auch ohne Beisein eines oder des andern der hiesigen Arrestanten verübten Verbrechen erhalten hätte; – und sie würde sicher auf das zehnfache steigen, wann auch die noch freien Räuber eingefangen und zum Geständnisse gebracht würden; – Ja man wird mir sogar willig glauben, wann ich für den Ersten der beiden bezeichneten Fälle jetzt eine zehen- bis zwanzig- und für den Letzten eine hundertfache Erhöhung behaupte. Man wird auch hierin wieder neue Belege für die Wahrheit meiner sonstigen Behauptungen und für die Notwendigkeit der schleunigsten Ausführung meiner Vorschläge gegen die Gauner finden – und wird, in der Überzeugung von dieser Wahrheit, um so mehr bestätigt werden, wenn man die nun noch folgenden weitern Angaben einiger Beherzigung würdigt.

Man wird sich aus dem ersten Theile (S. 12) noch erinnern, dass in Mannheim eine besondere Kommission zu Führung der Untersuchung gegen alle eingefangen werdenden, mit den Raubmördern zwischen Laudenbach und Hemsbach nicht in direkter Verbindung stehenden Gauner und Vaganten niedergesetzt wurde. Dieser Auftrag war von großherzoglichem Ministerio des Innern dem Herrn Stadtamtmann Ziegler in Mannheim übertragen worden; einem Beamten, welcher Geschicklichkeit mit Tätigkeit in sich vereint, und welcher es für seine heiligste Pflicht hielt, sich dem erhaltenen ehrenvollen Auftrage mit dem höchsten Eifer zu unterziehen. Das großherzogliche Justizministerium beauftragte ihn zugleich, die etwa hie und da gegen Einzelne notwendig werdenden peinlichen Untersuchungen vorzunehmen. Das Geschäft des Herrn Amtmanns Ziegler begann in der Hälfte des Julius 1811 und endigte sich mit dem 20 April 1812.

Man wird aus der nun folgenden Nachweisung den Umfang und die Nützlichkeit dieser Arbeiten entnehmen. Die Mittheilung geschieht mit Vorwissen und Genehmigung des Herrn Amtmanns Ziegler, welchem ich auch manche andere Notizen und namentlich die den Peter Eichler betreffenden ausführlicheren Nachrichten verdanke.