Catherina KRAUS

vulgo Catherina Winstrump

Kreis, Kunigunde, von Odenhausen gebürtig

Sie war die Beischläferin des zu Giesen enthaupteten Jonas Hoos (No. 57 d. B.), saß 1880 mit Anna Maria Kreis zu Marburg und 1811 mit Hoos zu Gießen, wo sie im Mai 1812 zur unbestimmten Beibehaltung im Correctionshause verurteilt wurde (b).

Kinder von ihr sind:

  • Conrad Kreis (No. 546),
  • Anna Marie (No. 547) und
  • Catharine Winstrump (No. 1160).

 (a) v. Grolmann M.  S. 4  (b) v. Grolmann M. a. O. S

Johann Martin Rupprecht heiratete er seine Catharina in Friedberg. Bei [1] liest man:

Im Ortsfamilienbuch Friedberg und im Trauregister der Stadtkirche Friedberg Seite 633 findet man die Hochzeit am 09. Juni 1799 in Friedberg-Stadt verzeichnet:

Martin Rupprecht von Salmünster aus dem Fuldischen, K. Kayserl. Rekrut vom Regiment Brechainville, und Katharina Krausin von Uttenhausen aus dem Darmstädtischen gebürtig.

Anm.: Rekrut des Infanterie-Regiments Bréchainville Nr. 25, Österreich | Uttenhausen = Odenhausen

Im Frühjahr 1808 hatte Rupprecht die Absicht, sich in Odenhausen (also dem Geburtsort seiner Frau) ansässig zu machen. Also besorgte er sich in seinem Geburtsort die nötigen Legitimationen. Catharina machte ihm den Vorschlag, den Handel im Großherzoglichen Hessen zu versuchen, womit er einverstanden war und beide mit ihren Waren in die Wetterau zogen. In dem Dorf Trais, Ortsteil der Stadt Münzenberg in der hessischen Wetterau am westlichen Rand des Vogelsbergs, ließen sie sich nieder und Catharina ging mit den Waren in den umliegenden Dörfern hausieren.


[1] Brill, Actenmäßige Nachrichten von dem Räubergesindel in den Maingegenden, dem Odenwald und den angrenzenden Ländern
Besonders in Bezug auf die in Darmstadt in Untersuchung befindlichen Glieder desselben
Von C.F. Brill, Großherzogl. Hessischem Kriminal-Richter zu Darmstadt. Zweite Abteilung. Darmstadt 1815

[2] Kirchenbuch Salmünster, St. Peter und Paul, Taufe, Trauungen und Tod 1754 – 1793,  Seite 409

[3] Aktenmäßige Nachrichten von dem Gauner- und Vagabunden-Gesindel, sowie von einzelnen professionierten Dieben, in den Ländern zwischen dem Rhein und der Elbe – Karl P. Schwencken, 1822